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Religion und positives Denken
Beides ist für mich unendlich wichtig. Ich bin katholisch erzogen worden, jedoch mit sehr viel Freiraum. Während meiner Wartezeit auf die Transplantation habe ich viel Kraft aus diesem festen Glauben an Gott schöpfen können. Ich schloss mich der Gruppe Christlicher Verein für Jungen und Mädchen (CVJM) in Hermannsburg an und fand in dieser Gemeinschaft Gleichgesinnte, mit denen ich alles besprechen konnte. Wir setzen uns mit der Bibel auseinander, aber Spiel und Freizeit kommt auch nicht zu kurz. Ich fühle mich dort so wie ich bin akzeptiert, angenommen, und sehr wohl. Auch heute, nach dem wir aus dem CVJM-Alter raus sind, treffen wir uns noch. Ich hatte während meiner Krankheit genügend Zeit mich mit Gott auseinander zu setzen und habe ihn gebeten mir zu helfen. Mein Glaube an ihn hat mir geholfen und hilft mir noch heute. Denn in der Bibel steht "Wenn ihr nur Vertrauen habt, werdet ihr alles bekommen, worum ihr Gott bittet. Mt 21.22" Bevor mein Vater 1976 starb sagte er noch zu mir „Claudia, Du schaffst es". Auch dieser Satz hat mich die ganzen Jahre begleitet und ich fühlte mich beschützt. Ganz wichtig war und ist für mich auch die Kraft des positiven Denkens. Ich habe alle Bücher von Josef Murphy gelesen und „Sorge dich nicht – lebe!" von Dale Carnegie. Von Norman Vincent Peale las ich „Du kannst, wenn Du glaubst Du kannst" gelesen und eine sehr gute Schriftstellerin ist auch Louise L. Hay. Aus diesen Büchern konnte ich immer wieder Kraft und Hoffnung schöpfen. Ich habe immer versucht im „HEUTE" zu leben. Es gibt einen schönen Satz „HEUTE ist das MORGEN vor dem ich GESTERN angst hatte". Es ist umso vieles einfacher nur im HEUTE zu leben; den heutigen Tag zu bewältigen und anzunehmen, dafür reicht meine Kraft. Ich muss mir keine Sorgen machen was wird Morgen, Übermorgen, nächste Woche sein wird. Nein, nur der heutige Tag ist wichtig und den möchte ich intensiv leben. Das positive Denken und der Glaube an Gott machen mich stark und helfen mir meinen Weg zuversichtlich und gelassen zu gehen.
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